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Was zeichnet den Junker aus?
Vier Eigenschaften des
unwiderstehlichen Jungweines:
Ein echter Junker ist stets von edlem
Geblüt. Als Junker kommen daher nur Qualitätsweine in Frage.
Tafelweine oder Landweine können nie Junker werden.
Der Steirische Junker ist immer ein Jungwein, der bereits im
Jahr der Ernte in die Falsche und anschließend sofort auf
den Markt kommt.
Der Steirische Junker steht somit in
der Tradition des italienischen Novello, des französischen
Beaujolais nouveau, oder des (klassischen, echten)
„Heurigen“.
Den steirischen Junker gibt es nur als trockenen Wein –
genau genommen als knochentrockenen. Denn die
Marktgemeinschaft Steirischer Wein toleriert lediglich einen
Restzucker von vier Gramm pro Liter. (Laut EU-Weingesetz
dürfte eine Restsüße von bis zu neun Gramm noch als trocken
bezeichnet werden.)
Im Junker stecken die schönsten Erinnerungen an Frühling und
Sommer und machen sich unnachahmlich als Jugendlichkeit,
Frische und Fruchtigkeit bemerkbar. Und auch als
Leichtigkeit, denn kein Junker weist mehr als 12% vol.
Alkohol auf. Da man sich diese wunderbaren Eigenschaften
nicht verderben will, wird der Junker im Stil der
steirischen Klassik ausgebaut: Kein biologischer Säureabbau,
keine Verwendung von Holzfässern, kein Barrique-Einsatz.
Botrytustöne gelten ebenfalls als verpönt.
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